Raiffeisen evolution Jahrestrendgespräch

26.08.2010

Mit den aktuellen Engagements – und damit der Fokussierung auf die Kernmärkte setzt der Developer gegen den Markttrend gezielt auf eine antizyklische Investmentstrategie.

Raiffeisen evolution: 2010 antizyklisches Investment gegen den Markttrend

- Investment in Kernmärkte
- Baubeginn für Bürokomplex in Moskau
- Präsentation „econogy offices“ – zukunftsweisendes Bürokonzept

 

Nachdem 2008 zwar hohe Potenziale versprochen hatte, diese aber aufgrund der Marktlage nicht wirtschaftlich einlösbar waren, hat Raiffeisen evolution 2009 eine Konsolidierung des Projektvolumens eingeleitet. Mit der Fokussierung auf die Kernmärkte Österreich, Ungarn, Polen, Rumänien sowie Russland und Ukraine, setzt der Developer gezielt gegen den am Markt vorherrschenden Trend, auf eine antizyklische Investmentstrategie.




Raiffeisen evolution blickt auf ein insgesamt stabiles Jahr 2009 zurück. Das Projektvolumen – also der Wert aller behördlich bewilligten Bauvorhaben – erreichte 2,6 Milliarden Euro und lag damit um etwa 85 Prozent über dem Vergleichswert von 2007 (1,4 Milliarden Euro). Das Jahr 2008 kann damit nicht direkt verglichen werden, da hier aufgrund marktbedingter Einmaleffekte ein nicht wiederholbarer Wert von 3,6 Milliarden Euro erreicht wurde.

Mag. Markus Neurauter, Sprecher der Geschäftsführung von Raiffeisen evolution, erläutert dazu: „Wir haben 2008 das maximale Potenzial an denkbaren Projekten ausgereizt und einen in der Firmengeschichte einmaligen Spitzenwert beim Projektvolumen erreicht. 2009 haben wir – vor allem unter dem Eindruck der Marktlage – hier zwei Gänge zurückgeschaltet, liegen aber immer noch deutlich über dem Jahr 2007.“

Per 31.07.2010 verfügte Raiffeisen evolution zudem über unbebaute Grundstücke im Wert von 133 Millionen Euro.

Weitgehend stabil ist die Verteilung der Flächen zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien. Ende 2010 rechnet Raiffeisen evolution mit einem Anteil der Gewerbeflächen von rund 70 Prozent an der Gesamtfläche. Innerhalb dieses Segments entfallen aktuell 55 Prozent auf Büroflächen und 45 Prozent auf Retailobjekte.

Bei der regionalen Verteilung ist der Anteil der CEE-Länder von 78 Prozent auf 83 Prozent an der Gesamtfläche gestiegen (2010 gegenüber 2008).

Antizyklische Investments
Raiffeisen evolution beobachtet eine deutlich abgekühlte Investitionslandschaft im Immobilienbereich im CEE-Raum. Die Projektpipelines in den einzelnen Ländern werden zwar kaum gekürzt, die Umsetzungszeiträume verlängern sich jedoch spürbar, was die 2009 fertig gestellten Flächen gegenüber dem Vorjahr um rund 45 Prozent reduziert hat.

Vor diesem Hintergrund beschreibt Markus Neurauter die aktuelle Investitionsstrategie von Raiffeisen evolution als „antizyklisch“, sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt als auch die anvisierten Märkte: „Derzeit sehen wir, dass Immobilien-Investments in vermeintlich ‚unsicheren’ Märkten gemieden werden. Während sich viele Developer wieder in Länder wie Polen und Tschechien zurückziehen, sind vor Kurzem noch heiße Märkte wie Rumänien inzwischen merklich weniger überhitzt.“

Antizyklisches Investment heißt nun für Raiffeisen evolution, auch gegen diesen Markttrend auf den bestehenden Kernmärkten zu investieren. Dazu zählen neben Österreich, Ungarn und Polen auch Rumänien, Russland und die Ukraine. Markus Neurauter: „Russland ist zurzeit praktisch ein reiner Inlandsmarkt. Das reduziert die Fertigstellung neuer Büroflächen – bedeutet aber, dass innerhalb der kommenden Jahre Büroflächen wieder benötigt werden. Wer jetzt schon baut, hat dann das Angebot, das nachgefragt wird.“

Umsetzung der Strategie in Moskau
Genau darum hat Raiffeisen evolution kürzlich den Startschuss für den Bürokomplex „Leninskij Prospekt 119“ in Moskau gesetzt. Dabei handelt es sich um ein Class-A-Bürogebäude mit 23.100 m² Bruttonutzfläche auf neun Stockwerken. Ergänzt wird dies durch ein Restaurant und eine entsprechend dimensionierte Tiefgarage. Der Baustart erfolgte Anfang August 2010, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2012 vorgesehen. Die Lage im Südwesten Moskaus, in einem aufstrebenden hochwertigen Entwicklungsgebiet, verbindet optimale Verkehrsanbindung mit einem attraktiven Umfeld.

Präsentation „econogy offices“
Gemäß dem Unternehmensmotto „Developing the future.“ hat Raiffeisen evolution auf Basis der umfangreichen Expertise in den Zielmärkten Österreich, Zentral- und Osteuropa ein nachhaltiges, ökonomisch wie ökologisch zukunftsträchtiges Bürokonzept entwickelt. Unter der Marke „econogy offices“ wird das Unternehmen ab sofort Gewerbeimmobilien in den Zielmärkten in Österreich und Zentral- und Osteuropa realisieren.

„Mit dem Konzept der econogy offices möchten wir der Nachfrage nach nachhaltigen UND modernen, Kosten minimierenden Büroflächen entgegenkommen“, erklärt Markus Neurauter. „Nutzer wie Investoren und vor allem auch die Umwelt profitieren davon.“

Das visionäre Bürokonzept basiert auf sechs Merkmalen:

- Class A-Bürogebäude mit sehr guter Infrastruktur
- Optimale Abstimmung zwischen Grundstücksfläche und Baukörperform
- Ideale Flächeneffizienz = minimierte Betriebskosten
- Basisstandard mit individuellen Ausstattungsmöglichkeiten
- Bestpreis im Marktsegment
- Gebäude zertifiziert nach international anerkanntem Standard

Österreich: Wohnbau-Fokus mit drei Konzepten
In Österreich hat sich Raiffeisen evolution in den letzten 18 Monaten auf hochwertige Wohnbau-Projekte konzentriert. Wohnhäuser wurden unter anderem in Döbling, der Leopoldstadt und Liesing fertig gestellt. Ende Juli erhielt das höchste Passiv-Wohnhaus Österreichs in der Jungstraße (2. Bezirk) die klima:aktiv-Plakette des Lebensministeriums für die besonders nachhaltige und umweltfreundliche Bau- und Betriebsweise. In unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung stehen zudem Wohnprojekte im 22. Bezirk (Trondheimgasse) sowie in der Scheibenbergstraße in Wien 18.

Raiffeisen evolution setzt dabei auf die drei eigens entwickelten Konzepte
HUMAN-BASE© (selbstbestimmtes Wohnen unabhängig von Alter und Gesundheit), WOHN-BASE© (gemeinschaftliches Wohnen in einer aktiven, kommunizierenden Hausgemeinschaft) und ECO-BASE© (Ressourcen schonendes und nachhaltiges Bauen und Wohnen).

Ausblick Gesamtjahr 2010: Anhaltende Konsolidierung

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Markus Neurauter damit, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs stark sichtbar gehalten wird: „Wir gehen davon aus, dass sich unser Projektvolumen knapp bei der zwei Milliarden Euro-Grenze einpendeln wird. Damit erreichen wir einen Stand, der einerseits deutlich über jenem von 2007 liegt, der andererseits aber auch nach dem extremen Wert von 2008 (der 2009 erst zum Teil abgebaut werden konnte) wieder auf ein langfristig stabiles Niveau zurückkehrt.“

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